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#12 – Ein Sturm zieht auf

Von am Jan 20, 2014 in Blog

VideoGameDad Share On GoogleShare On FacebookShare On Twitter

Wer hat sich eigentlich diesen Mist mit den “Baby-Upgrade” in Form der Entwicklungsschübe ausgedacht?

 

Bestimmt die gleiche Person, die auch für die monatlichen Windowsupdates verantwortlich ist, die uns immer genau dann darum bitten, den PC NICHT! auszuschalten, wenn man es brutal eilig hat.

 

Oh und Captain Kacka war auch wieder zu Besuch… mit seiner kompletten Crew.

 

3 Monate bin ich nun Vater und seit 3 Monaten bilde ich mir ein, diesen Blog kompetent mit Inhalten zu füllen. Allerdings gibt es zwei Voraussetzungen die erfüllt sein müssen, damit das namensgebende Projekt “VideoGameDad” auch funktioniert.

 

1. “VideoGame…” = Der Blogbetreiber sollte, wenn auch weniger als vorher, regelmäßig in unregelmäßigen Abständen Videospiele konsumieren.

 

2. “…Dad” = Der Blogbetreiber besitzt ein funktionsfähiges Baby zu Hause.

 

Beides war in der letzten Woche nur eingeschränk vorhanden (Baby) oder gar nicht/ zu unchristlichen Zeiten (VideoGame) möglich. Grund dafür ist mein Unwort des Jahres: “Entwicklungsschub”.

 

Allen werdenden Vätern kann ich an dieser Stelle nur dringend dazu raten, sich über die sogenannten “Wachstumsschübe” RECHTZEITIG zu informieren. Unvorbereitet könnte eventuell der Verdacht aufkommen, die eigene Frau hat das Baby beim letzten Baby-Fun-Massage-Kurs versehentlich mit einem anderen vertauscht. Denn das Kind wirkt wie ausgewechselt.

 

Mit jedem dieser “Baby-Upgrades” entwickelt sich in dem kleinen Menschen irgendwelches Zeug weiter und neue Fähigkeiten werden erlernt (super beschrieben ich weiß… bin ich Arzt oder was?!). Uns hat, wie im letzten Eintrag angekündigt, der „12-Wochen-Wachstumsschub“ heimgesucht. Hätte ich vorher keinen dekadenten Erholungsurlaub inkl. ausgedehnter Zockertime gehabt, würde ich jetzt vermutlich in einer geschlossenen Anstalt sitzen.

 

Die neuen Fähigkeiten nach diesem Update sind schnell erklärt. Unser Baby kann nun beachtlich mehr Sabber produzieren als vorher. Hinzu kommt die phänomenale Fähigkeit, dass sich beide ihrer Hände nun plötzlich berühren können und Spielsachen noch gezielter aufgegriffen werden. Hat das Spielzeug besonders sicheren Halt, wird es umgehend zum Mund geführt und in den See aus Sabber gedippt. Lecker!

 

Außerdem zeigen sich erste stereotypische Verhaltensmuster einer Frau. Sobald etwas nicht passt oder langweilig wird, schreit die Kleine mit einem lauten, kurzen Krächzen auf und verlangt nach einem Programmwechsel, der in 99% der Fälle vorsieht, die kleine Heulboje auf den Arm zu nehmen und mit ihr durch die Wohnung zu spazieren. Ein Austauschen des Spielzeugs oder der Grimassen von Mama und Papa reichen nicht aus. Selbst nicht wenn “Mr. Mumpleford aus British England” [Amazon Reflink – BUHA 🙂 ] mit seinem freudig fröhlichem, britischem Dialekt erzählt, was er in seinem Dorf Yorkmorlingtenpork so alles erlebt hat.

 

…::: Mr. Mumplefort im Auftrag der Queen :::…12_02_Mupelford

 

Tagsüber ist das kleine Veilchen deutlich aktiver als vorher und die Wachphasen werden länger, was nicht immer unbedingt gut sein muss wenn man selbst totmüde ist denn…

 

…fließender Übergang…

 

… scheinbar wurde mit dem 12. Wochen-Upgrade die Funktion des Durchschlafen weg gepatcht. Obwohl es in den letzten Wochen wunderbar mit dem Schlafen geklappt hat, erinnerten die letzten Nächte eher an die Zeit kurz nach der Geburt, wo der Quengelanteil verhältnismäßig größer war. Und das geht richtig an die Substanz. Zu allem Überfluss war meine Freundin auch noch erkältet, so dass ich zwei kränkelnde Frauen zu Hause hatte. In der Nacht lagen neben mir somit eine verschnupfte Frau und eine heulendes Baby. Da ich seit dieser Woche wieder arbeiten gehe, war meine Freundin zwar so aufopfernd und hat die Nachtschicht wieder alleine übernommen, aber an Schlaf war kaum zu denken und wenn der Wecker geklingelt hat, wünschte man sich nichts sehnlicher als eine “Snooze” Taste, welche die komplette Erde zum Stillstand bringt.

 

Ebenfalls ein weiteres Mal umgestellt hat sich die Verdauung der Pupsmaschine. Man kann echt nicht glauben, was da alles aus so einem kleinen Menschen rauskommt, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Nach dem Feiertagsupdate von vor 2 Wochen war es so, dass Captain Kacka alle 3 Tage zu Besuch kam und ne volle Ladung an Bord hatte, jetzt allerdings habe ich den Eindruck, dass sich in der kompletten Kack-ribik rumgesprochen hat, was Captain Kacka hier für Partys feiert und jeder möchte dran teilnehmen. Zu meinem Glück fanden diese beiden Partys in der letzten Woche genau zu meinen Wickelzeiten statt. Ich durfte mit ansehen, wie der Babykopf rubinrot wurde, sich ein unheimlicher Druck aufstaut, der dann anschließend durch den Körper Richtung Ausgang transportiert wird und für eine Explosion in der Hose sorgt, die so gewaltig ist, dass das Baby mit den kinetischen Kräften zum Mars fliegen könnte, wenn es keine Hose an hätte. Unglaublich.

…::: Captain Kacka bringt den Sturm gleich mit :::…12_Titel_betrag

 

Ist die Biowaffe beseitigt und das Baby wieder glücklich, äußert es dies durch häufigeres Verlangen nach Nahrung als sonst. Da ich selbst keine milchspendenden Brüste habe, muss ich diesen Teil der Erziehung deligieren. Dummerweise ist selbst das Stillen nicht mehr ausreichend für die Zufriedenheit des Baby. Ist sie angelegt, wird die Milchfabrik zwischen jeder Mahlzeit aufgrund von Bauchkrämpfen mehrfach angeschrien und abgelehnt. Durch das ständige Schreien wird ein Kubikmeter Luft in das Baby gesaugt, der später wieder raus muss. Wenn das Baby nicht gerade seine Verdauung ans Limit bringt und genug getrunken hat, wird unsere halbe Wohnung im Hangover-Stil vollgekotzt. Mitlerweile gehe ich schon absichtlich mit dem Klops im Flur und in der Küche spazieren. Dort ist der Boden gefliest und der Milchsee kann leichter und (man wird ja immer entspannter) weniger dringend weggewischt werden als auf dem Laminat im Rest der Wohnung.

 

Ist das Baby dann endlich beim Tragen durch die Wohnung eingeschlafen, ist für die nächsten 10 bis 30 Minuten Ruhe und man kann wieder über andere Dinge im Leben nachdenken.

 

Da an unserem letzten Urlaubstag allerdings die Spülmaschine kaputt gegangen ist, drehen sich die Gedanken dann meistens um “Wie bekomme ich den Abwasch schnellstmöglich weg” und “WHUPS! Achtung! Nicht auf den frischen Kotzflecken ausrutschen!”. Müsste ich die Tätigkeit wählen, die mir in meinem Leben am wenigsten Spaß macht, dann hätte Abwaschen ziemlich gute Chancen diesen Titel zu gewinnen.

 

Selbst Minecraft ist weniger Zeitverschwendung.

 

…::: Da kann der Abwasch noch zu gut aussehen :::…12_01_Abwasch

Was haben wir also in dieser Woche Wichtiges fürs Leben gelernt?

 

– Wachstumsschübe löschen bereits erlernte Features

– Jemand sollte eine Maschine bauen, die aus Babyexkrementen Strom gewinnt

– Die nächste Couch ist aus Plastik und abwaschbar

 

Grüße

VideoGameDad

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