Facebook

#22 – Captain Kacka auf Steroiden

Von am Mrz 31, 2014 in Blog

VideoGameDad Share On GoogleShare On FacebookShare On Twitter

Ich bin immer ein Mensch gewesen, der es befürwortet hat neue Dinge im Leben niemals unerprobt abzuwinken. Und als wir uns vor kurzem aufgrund starken Interesses unserer Tochter am täglichen Essen dazu entschlossen sie an Beikost zu gewöhnen, gab es für mich keinen Grund zur Annahme das dies eine schlechte Entscheidung sein könnte. Aber hätte mir jemand vorher erklärt, was es bedeutet sein 5 Monate altes Kind mit fester Nahrung zu füttern… JESUS! Ich hätte versucht den neuen Ernährungsplan unserer Tochter für eine Ewigkeit hinauszuzögern.

 

In einem meiner früheren Blogeinträge (Fräulein Pipi & Captain Kacka) erklärte ich noch voller Stolz, dass wir erstaunlich wenig Probleme mit dem Beseitigen der biologischen Waffen unserer kleinen Mitbewohnerin hatten. Zwischenzeitlich änderte sich zwar das Ausscheidungs-Intervall von “täglich” auf “unregelmäßig ab und zu in der Woche”, aber außer der Tatsache, dass die Biomasse nun in größerer Menge in die Hose gedrückt wurde, gab es keine dramatischen Änderungen in Form und Konsistenz. Ich stand also nach wie vor meinen Mann und beteiligte mich gewissenhaft an den eher unangenehmen Pflichten, die ein Baby mit sich bringt.

 

Ein aufmerksamer Facebookleser wies mich mit “Warte mal ab, bis eure Kleine Gyros bekommt…” auf eventuelle Überraschungen in der Zukunft hin. Aber mein großkotziges Gemüt ließ mich sinngemäß als Antwort in die Tasten hämmern “Stell dich mal nicht an, so schlimm kann das nicht werden”.

 

Was soll ich sagen, die Person hat nun das offizielle Recht mich auszulachen und mir ein “L” für Looser entgegenzuwerfen, denn ich habe mich wie erwartet zu weit aus dem Fenster gelehnt. Das Schlimmste ist, meine Tochter hat zum aktuellen Zeitpunkt noch kein einziges Stück Gyros gegessen. Bis jetzt gab es nur Obst und Gemüse und trotzdem stand ich bei der letzten Wickelsession kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

 

…::: Nervenzusammenbruch :::…Der Schrei eines VideoGameDad

 

Die Ärzte singen in einem Ihrer Songs:

 

Ich ess Blumen, denn Tiere tun mir Leid

Lieber Akazien statt ’nen dicken, fetten Schinken

Ich ess Blumen, Fleisch bringt mir Übelkeit

Und die Fäkalien tun dann auch nicht mehr so stinken

 

Die Aussage in diesem Vers ist eigentlich für jeden klar verständlich und ließ mich immer hoffen dass die “Kackokalypse” erst dann beginnt, wenn man seinen Nachwuchs mit tierischen Produkten füttert. Aber der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Denn die Betonung in diesem Lied liegt, das habe ich jetzt verstanden, ausdrücklich auf “nicht mehr so stinken”. Es ist in keiner Silbe die Rede davon, dass es beim ausschließlichen verspeisen vegetarischer Produkte “nicht mehr stink”. Diese Erkenntnis erlangte ich leider erst mit Tränen in den Augen innerhalb der letzten Wochen.

 

Ich erlebte mit, wie unser kleiner Brummer mal wieder völlig ungeniert einen Funktionstest des eigenen Schließmuskels durchführte und sich mit kräftigen Drückgeräuschen und einem roten Kopf ans Werk machte, die letzten Mahlzeiten in komprimierter Form, quasi eine “Kacke.zip”, wieder zurück an Mutter Natur zu überreichen.

 

Gut erzogen ist meine Futtermaschine ja, das muss ich zugeben. Der Leitsatz “Wenn man etwas nicht mehr benötigt, gibt man es zurück” könnte glatt aus einem weichgespülten Disneyfilm stammen… nur dass das, was da gerade auf mich zu kam alles andere als weichgespült war und wohl kaum jemals in einem Disneyfilm anzutreffen sein wird.

 

Ein Geräusch, wie es sonst nur in Horrofilmen zu hören ist, und nach dem qualvolle Tod eines blubbernden Schleim-Aliens klang, verkündete unverkennbar das Finale des Körperfunktionstest. Ein schelmisches Grinsen meiner Tochter ließ vermuten, dass sie sich im Klaren darüber war was da in der Hose auf mich lauert. Mich überkam ein Schaudern.

 

Beim Öffnen der Windel traute ich meinen Augen nicht. Ich sah nicht wie sonst einen einfarbig flüssigen Brei der mit viel Phantasie Ähnlichkeiten mit einem Batman Logo hatte. Stattdessen erblickte ich Captain Kacka auf Steroiden. Der alte Haudegen wollte scheinbar zum härtesten Typ in seiner Branche gehören und hatte seinem Körper mit unverkennbaren Substanzen zu zusätzlicher Stärke verholfen. Bei einer spontan eingeleiteten Dopingkontrolle wäre jedem Laien sofort aufgefallen, dass der Körper mit Zusatzstoffen wie Or.An.Ge, T.OM-ate und sogar dem eigentlich verhassten BrO-KK-oLI bionisch verstärkt wurde. Die sechs Millionen Dollar Familie hätte nicht schlecht gestaunt… und wäre danach vom Geruch sofort in Ohnmacht gefallen.

 

Meine Freundin versicherte mir, ich hätte noch Glück gehabt und das Erscheinungsbild sei nichts im Vergleich zu dem was sie in den vergangenen Tagen erlebt habe.

 

Der einzig für mich zu verbuchende Vorteil war der, dass das Ganze durch die neue Konsistenz nicht links und rechts an den Beinen rausgeschossen kam und dadurch nicht wie das gescheiterte Physikexperiment eines Raketenantriebs aussah.

 

Zukünftig werde ich meiner Tochter beibringen ihr großes Geschäft nur noch dann zu erledigen, wenn Papa auf der Arbeit ist. Zum Glück ist meine Freundin viel zu sozial als Viola den ganzen Tag in Ihrer Stinkerwindel für mich als Überraschung aufzuheben. Klingt wie der Masterplan eines Genies.

 

…::: Captain Kacka auf Steroiden – Die coole Sau! :::…Captain Kacka auf Steroide

 

Wie bekomme ich in den Köpfen der Leser jetzt einen Szenenwechsel von “Kacka” zu Cupcakes?!

 

Denn es gab in der letzten Woche gleich zwei Jubiläen für uns zu zelebrieren. Zum einen feierte meine Freundin den Abschluss ihres 29. Lebensjahres und zum anderen standen wir vor genau einem Jahr vor einem positiven Schwangerschaftstest und erfuhren somit von der Existenz unseres kleinen selbstgebastelten Wunders. Naja… eigentlich habe ich den Teststreifen aufgrund der “intimen” Tatsache das draufgepinkelt werden musste nie selbst zu Gesicht bekommen, aber das Ergebnis wurde mir mit Freudentränen im Gesicht von Simone mitgeteilt und es war trotz allem ein herzerwärmender Moment.

 

Zur Feier des Tages habe ich es mir nicht nehmen lassen, die Kochschürze umzuschmeißen um meiner Freundin zum Geburtstag ein paar Cupcakes zu backen. Natürlich in einer Qualität wie man sie sonst nur aus dem professionellen Backstuben gewohnt ist. Like a Boss!

 

Allerdings durfte ich feststellen, dass so eine Geburtstagsvorbereitung nicht mehr ohne weiteres in der kaum vorhandenen Freizeit bewältigt werden kann. Ich nahm mir also kurzerhand Freitag Urlaub um sowohl den Haushalt auf Vordermann zu bringen, als auch die Back-Kreationen zur Überraschung meiner Freundin fertigzustellen.

 

Das (stolze) Ergebnis will ich euch nicht vorenthalten. Und nach der bildhaften Schilderung der Exkremente meiner kleinen Tochter gibt es wohl aktuell nichts, was ihr euch mehr wünscht als ein paar Fotos von zuckersüßen Cupcakes.

 

…::: Cupcakes njam njam style :::…Pfefferminz CupcakesKrümelmonster CupcakesMarzipan Cupcakes

 

Durch die Geburtstagsplanung, Ausführung und letzten Endes die eigentliche Feier war die Woche entsprechend “kurz” für den VideoGameDad in mir.

 

Unter der Woche verbrachte ich mit Assassins Creed Black Flag ein paar lieblose Stunden in der Karibik des 18. Jahrhunderts . Aber irgendwie leide ich seit dem genialen Assassins Creed Brotherhood an der “AC-Krankheit” und muss mich stets zwingen die Teile auch tatsächlich zu Ende zu zocken. Die immer gleichen Animationen, dass immer fast gleiche Spielprinzip… es biedert mich mittlerweile an und schon nach den ersten 3 digitalen Metern habe ich das Gefühl alles schon einmal gesehen/gespielt zu haben. Einzig die maritime Kriegsführung und das “sonnige Urlaubs-Setting” in Black Flag halten mich ein wenig mehr bei Laune als noch die Vorgänger.

 

In Anbetracht des baldigen Releases von “Watch_Dogs”, hatte ich mir eigentlich fest vorgenommen, zumindest die Hauptstory von AC4 zu beenden um ruhigen Gewissens mit dem nächsten Open-World-Faß-ohne-Boden-Game durchstarten zu können. Ob da etwas draus wird, zeigen die kommenden Wochen. Momentan habe ich das Gefühl mich eher zum Zocken zwingen zu müssen.

 

Nicht das mir eine ähnliche Spielidentitätskrise bevorsteht, wie meinem vor kurzem interviewten VideoGameDad “Dennis”.

 

Spieleunlust?! Jetzt?! Ich?! NIEMALS!!!

 

Gruß

VGD

1 Kommentar

  1. Avatar ein Papa

    7. April 2014

    Kommentar absenden

    Mama: Nicht schon wieder, das ist heute bestimmt schon die 8. Stinkerwindel
    Papa: Und wie schauts aus?
    Mama: Willst du sehn? Die Konsistenz ist wieder besser, zwar noch etwas schleimig, aber nicht mehr flüssig.
    Papa: Schön, wie sieht der Popo aus?
    Mama: Wird auch schon wieder besser, jetzt riecht man den Stinker endlich wieder. Die letzten waren ja fast geruchlos.
    Papa: Ich riech nichts (Gott sei Dank)

    So ungefähr laufen aktuell die Gespräche bei uns zu Hause ab nachdem der Kleine vor ein paar Tagen zu viel Apfelsaft getrunken hat. Und zu allem Überfluss zeigt er uns seit Tagen regelmäßig wie weit er pinkeln kann, der kleine Freiluftpinkler der.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.