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#33 – Countdown zur Elternzeit

Von am Jun 16, 2014 in Blog

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Es ist soweit. In 3 Tagen beginnt offiziell meine zweimonatige Elternzeit und damit hoffentlich der wohl schönste “Urlaub” meines bisherigen Lebens.

 

Noch vor 8 Monaten, ich hatte die Elternzeit gerade erst nach der Geburt meiner Tochter beantragt, erschien es mir wie eine Ewigkeit bis zum heutigen Tage. Und jetzt, wo es soweit ist, kann ich es fast nicht glauben wie schnell die Zeit verflogen sein soll.

 

Eine Sache, die mir als Vater noch einmal mehr deutlich wurde ist, wie schnell die Tage vergehen wenn man einem Baby beim Aufwachsen zusehen darf. Es ist fast schon erschreckend, wenn wir uns jetzt Fotos aus dem Zeitraum kurz nach der Geburt oder aus den ersten zwei Lebensmonaten von Viola ansehen und dann einen kurzen Blick auf unsere Tochter zum aktuellen Zeitpunkt werfen.

 

Sie bewegt sich unter vollem Körpereinsatz durch die Wohnung, zieht sich überall dran hoch, kreischt fröhlich mit einem zuckersüßen Lächeln wenn sie ihre Eltern erblickt und wirft mit allerhand Gegenständen um sich, wenn ihr etwas nicht passt.

 

Ganz anders dazu der Vergleich des kleinen hilflosen 60cm Babys vor nichtmal 7 Monaten, welches außer schlafen, trinken und hin und wieder ein wenig schreien nicht viel mit sich und der Welt anzufangen wusste. Wenn Viola damals die Augen öffnete, dann war es für uns schon erfüllend genug wenn sie einen von uns interessiert ansah.

 

Wenn der Wirbelwind mich heute anblickt und strahlend auf mich zurobbt, kann es durchaus passieren, dass keine zwei Meter vorher ein interessanteres Ziel ihren Blick schweift und unter wildem Gefuchtel eine Kurskorrektur durchgeführt wird.

 

Aktuell sind diese “Points of Interest” in unserer Wohnung überwiegend in Bodennähe gelagerte lustige Taschenbücher oder meine noch immer nicht sauber verlegten Boxenkabel.

 

Fast schon magische Anziehungskräfte auf Babys haben scheinbar Steckdosen. Zum Glück sind bei uns bereits überall Kindersicherungen eingesetzt, die einen so ausgefeilten Sicherheitsmechanismus besitzen, dass selbst ich jedes Mal fast nen Nervenzusammenbruch erleide wenn ich zum Staubsaugen eine der Steckdosen verwenden muss. Ich HASSE die Teile!!!

…::: Auf Kriegsfuß – Steckdosensicherung und ich :::…#33_Steckdose

 

Keine 20 Sekunden das Baby aus den Augen gelassen, steuert es schon die nächste Steckdose in unmittelbarer Nähe an und streckt gierig die Hände nach dieser “höchst interessanten Vorrichtung in der Wand” aus.

 

Ein beherztes “Nein” ist leider zum aktuellen Zeitpunkt alles andere als wirksam. Das wohl schlimmste aller Wörter für ein Kind, wird im jetzigen Alter noch nicht als solches verstanden. Und es dauert noch eine ganze Weile bis es soweit ist. Solange aber wird es von meiner Freundin und mir immer wieder freundlich und bestimmt ausgesprochen während wir zeitgleich die kleine Wissenschaftlerin von der Steckdose entfernen.

 

Ich hatte es einmal mit einem etwas lauterem und eindringlicheren “Nein” versucht um, selbst immer der große Wissenschaftler, zu sehen wie Violas Reaktion ausfällt. Aber außer das Viola am ganzen Körper gezuckt und anschließen die Bude zusammengeschrien hat, brachte mein Machtwort rein gar nichts. Bereits wenige Sekunden später, als ich mich noch am Unfallort mit einem Küsschen entschuldigt hatte, wurde wieder mit einem Lächeln auf die Steckdose geblinzelt.

 

Die zweite “Frucht des Verbotenen” sind dann, ich bin es selber Schuld, meine noch immer offen liegenden Boxenkabel.

 

Ein Punkt der mit ganz oben auf meiner “Bucket List” für die Elternzeit steht.

 

…::: Auszug aus meiner Bucket List :::…#33_bucketlist

Neben den vielen anderen unangenehmen Punkten auf der Liste, gibt es natürlich ebenso erfreuliche Vorhaben.

 

Zum einen haben ich zu meinem Geburtstag eine stattliche Erweiterung meines Fotoequipment geschenkt bekommen und freue mich einige meiner Fotopläne endlich in die Tat umzusetzen. Zum Anderen habe ich in den letzten Wochen ein paar ältere Videospiele aus den letzten beiden Jahren gekauft, die ich schon immer mal durchzocken wollte.

 

Gerade jetzt, wo auf der vergangenen E3 viele interessante Fortsetzungen angekündigt wurden, möchte ich den ein oder anderen Erstling der Spielserie antesten, um dann bei Erscheinen des zweiten Teils meine Kaufentscheidung zu erleichtern und vorallem keiner Wissenslücke bzgl. des Verlaufs der Geschichte zu unterliegen.

 

Und natürlich wäre da noch die (gefühlt) unendliche Freizeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann, ohne wie jetzt an den knappen Wochenenden das Gefühl haben zu müssen die schönen Augenblicke sind jeden Moment vorbei.

 

Bleibt zu hoffen, dass mir Minecraft meiner Elternzeitplanung (zumindest was das abendliche Zocken angeht) keinen Strich durch die Rechnung macht. Denn zu allem Übel haben meine beiden Minecraft-Süchtigen Brüder innerhalb der nächsten zwei Monate ebenfalls Urlaub und Ferien… eine tödliche Kombination.

 

Gruß

VideoGameDad

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