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#34 – Im Hacking-Fieber

Von am Jun 23, 2014 in Blog

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Endlich ist es soweit! Meine Elternzeit hat seit nun 4 Tagen offiziell ihren Anfang genommen.

 

Es ist erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit ich plötzlich in den Tag starte, wohlwissend, dass für die nächsten 60 Kalendertage (die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen) einzig und allein mein Familienleben den Tagesablauf bestimmt.

 

Das Gefühl von fast “unendlicher Zeit” ist eine Illusion, die ich zum jetzigen Zeitpunkt in vollen Zügen genieße und mir von niemandem zerstören lasse.

 

Nicht das der kinderlose Leser nun annimmt, die Elternzeit ist gleichzusetzen mit einem Urlaub in der Karibik oder einer Hardcore-Zocker-Session mit Bier, Chips und Pizza. Vielmehr sieht mein Tagesablauf so aus, dass ich mich im Zweitageswechsel mit meiner Freundin früh morgens um unser kleines Energiebündel kümmere und wir tagsüber gemeinsam allerhand Sachen unternehmen.

 

Wie sonst im Wechsel an den Wochenenden handhaben wir es während der gesamten Elternzeit so, dass jeder von uns beiden Erwachsenen zwei Tage nacheinander ausschlafen kann und sich an den anderen beiden Tagen morgens mit aufgehen der Sonne um Viola kümmert. Das hat einfach den Vorteil, dass ich an “Tag 1” sowohl ausschlafen, als auch mir am selben Abend den Arsch abzocken kann. Denn am “Tag 2” kann erneut (WOHOOOO) ausgeschlafen werden! Unglaublich, welche Möglichkeiten sich da ergeben.

 

Bereits im Vorfeld habe ich erwähnt, mich mit Spielen eingedeckt zu haben. Hinzugekommen ist nun eine Liste mit Filmen und Serien die meine Freundin und ich bzw. ich alleine (Machete Kills – YEAH) gucken möchte. Das Xbox Live Guthaben wurde bereits großzügig aufgefüllt und was es im On-Demand Katalog von Microsoft nicht gibt, muss kurzerhand bei Freunden ausgeliehen oder als letzte Möglichkeit bei Amazon bestellt werden.

 

Fest steht jedenfalls… ich habe mir da ordentlich was vorgenommen und zusammen mit den ganzen anderen Vorhaben sehe ich mich jetzt schon am Ende der Elternzeit mit einem Haufen ungespielter Games und ungesehener Filme/Serien hier sitzen.

 

…::: Will alles gezockt werden – Und das sind nur Games bzw. ein Comic :::…games games games

 

In den letzten vier Tagen konnte ich mich sogar dazu aufraffen, mein heiß ersehntes Watch_Dogs in das Laufwerk meiner ONE zu schmeißen und mich ein paar Stunden durch das virtuelle Chicago zu hacken. Das Spiel und ich hatten ein paar Startschwierigkeiten was zum Einen daran lag, dass ich in den letzten Wochen nur abends nach der Arbeit für ein paar Minuten spielen konnte und eben diese “wenigen Minuten” bei einem Spiel in dieser Größenordnung nicht ausreichen um überhaupt wieder in das Spiel einzusteigen. Zum Anderen waren diese Minuten Spielzeit alles andere als die erhoffte grandiose Spielerfahrung.

 

Die Spielmechanik wirkte einfach bisher nie wie aus einem Guß.

 

Aber! Auch wenn das Spiel nach wie vor nicht perfekt ist, so konnten mich die letzten beiden längeren Sessions von jeweils 3 Stunden zumindest überzeugen die Hauptstory in jedem Fall zu beenden.

 

Noch immer wirkt das Spiel wie ein Mosaik aus vielen verschiedenen Ideen, die allerdings nie so recht nahtlos zusammenpassen wollen. Außerdem fehlt es der Stadt (ich weiß nicht ob ich das vielleicht in einem der letzten Beiträge bereits erwähnt hatte) nach wie vor an Charme. Keiner der bisher von mir besuchten Plätze hat in irgendeiner Weise einen Wiedererkennungswert. Bemerkbar macht sich das vor allem beim Fahren durch die Straßen von Chicago. Bei GTA V bspw. konnte ich nach wenigen Stunden Spielzeit zumindest die meist besuchten Orte ohne Blick auf die Straßenkarte anfahren. Möglich war dies durch eine stets einzigartige und glaubhafte Stadt. Das Chicago in Watch_Dogs krankt an seinem Versuch, die Straßen möglichst realistisch aussehen zu lassen. Alles wirkt gleich und es sind gefühlt immer dieselben Häuserschluchten und Kreuzungen an denen ich vorbeifahre.

 

Hätte Watch_Dogs nicht das bisher einzigartig fantastische “Hacking-Feature” und die spannende Story rund um den Informationskrieg, wäre es vermutlich mit Durchschnittswertungen im Spielesumpf verschwunden.

 

Beim Spielen mit meiner Tochter habe ich mich jedenfalls schon mehrfach dabei erwischt, wie ich vor meinem geistigen Auge das Steckpuzzle hacke und somit zum Nagelbrett umfunktioniere, oder aber das Bauklotzschloss infiltriere um mich unbemerkt in den Hauptserver zu hacken. Ein gutes Zeichen, dass das Spiel seine Spuren hinterlässt… oder ein Zeitpunkt für mich über einen Besuch beim Psychologen nachzudenken.

 

…::: Wie hacke ich mich in den Bauklotz-Bunker, vorbei am bösen Bären :::…hacking-fieber

 

Apropos Arzt!

 

Einige haben es auf Facebook vielleicht schon mitbekommen. Ich musste meinen regulären Veröffentlichungsrhythmus leider unterbrechen da wir unseren ersten Krankheitsfall in unserer jungen Familie erleben mussten.

 

Viola hatte letzte Woche kurzzeitig ein wenig Fieber welches sich aber bereits am Freitag wieder normalisiert hatte. In der Nacht von Freitag auf Samstag gings dann aber irgendwie richtig los und das arme Mäuschen hat sich die Lunge aus dem Hals gehustet.

 

Entgegen meiner vorherigen Behauptung ich wäre total der unbesorgte Vater, war ich überrascht wie sehr mich das Ganze mitgenommen hat. Die Gedanken die mir als Vater beim Anblick meiner leidenden Tochter in den Kopf schießen, darf man in keinem Fall zu Papier bringen, in der absurden Angst sie werden wie in einem schlechten Horrorfilm dadurch zur Realität.

 

Tagsüber war die Kleine zum Glück extrem gut drauf. Der starke Husten hat sie scheinbar in ihrem Tagesablauf nicht gestört sodass es recht gut auszuhalten war. Erst am Abend hat das Baby in “Brutal-Krank-Modus” geschaltet.

 

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es mich dann auch noch erwischt sodass ich gut gelaunt meine erste Woche Elternzeit mit einer Bronchitis beginnen kann.

 

Da ich eh dran war mit der Frühschicht, bin ich direkt am Morgen mit Viola zur Kinderärztin und habe dort eine Krankheitsdiagnose für die Kleine erhalten, die klingt wie ein körperlich eingeschränkter Dinosaurier. Dazu gab ein Rezept für Viola erste harte Medizin um den Schleim aus den Bronchien zu lösen (hmmm… lecker). Kurz spielte ich mit dem Gedanken den Computer der Kinderärztin zu hacken um eventuelle Verbindungen zum Pharmakonzern der das Medikament herstellt aufzudecken… dann dachte ich an meinen Psychologen.

 

…::: Habt ihr den Blick?! Seht ihr auch die ganzen Hackingmöglichkeiten? :::…34_sehen

 

Ich selbst habe mir eine Lastwagenladung an Taschentüchern gekauft und einen unerschöpflichen Vorrat an Hustentee der mir erstmal dabei helfen soll möglichst ohne Medikamente klar zu kommen. Das hat bisher immer funktioniert.

 

Meine größte Sorge ist jetzt natürlich nur, dass wir drei uns immer wieder gegenseitig anstecken.

 

Wir werden sehen.

 

Abgesehen davon, dass ich mich regelrecht zwingen musste diesen Blogeintrag zu beenden, ist es aktuell eher schlechts ums Zocken bestellt. Lieber zieht es mich ins Bett.

 

Gruß

VideoGameDad

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