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#44 – Wahnsinnige Geschwindigkeit

Von am Sep 1, 2014 in Blog

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Wir schreiben W.1.n.E (Woche 1 nach der Elternzeit)

 

Als hätte jemand den Warpkern auf “wahnsinnige Geschwindigkeit” gestellt ist die letzte Woche für mich schneller verflogen als ein Wimpernschlag.

 

Erstaunlich, was zwei Monate Elternzeit mit dem eigenen Zeitgefühl anstellen und wie der Körper auf die Umstellung nach einer so langen “Auszeit” reagiert.

 

Klar habe ich mich auf meine Kollegen und die Arbeit gefreut. Es macht einfach Spaß wieder beruflich produktiv/aktiv werden zu können… ABER, auf der anderen Seite fehlt mir spürbar die Familienzeit.

 

Zuletzt hatte ich dieses “Gefühlsloch” zwei Wochen nach der Geburt meiner Tochter.

 

Versteht mich nicht falsch, ich bin kein emotionales Wrack. Nur reichen die 30 bis 60 Minuten pro Abend, die ich mit meiner Tochter verbringen kann, einfach nicht aus um “vollkommen glücklich” zu sein.

 

…::: Ist sie nicht süß ? :::…wahnsinnige geschwindigkeit

 

In der letzten Woche kam erschwerend hinzu, dass sich ein weiteres Zähnchen angekündigt hat, was dafür führt, dass Viola am Abend wie auch den Tag über besonders schwer zufriedenzustellen ist. Für sie ist dann alles irgendwie blöd und man muss das Unterhaltungsprogramm im Minutentakt wechseln um keine Langeweile aufkommen zu lassen.

 

So sehr ich also gerne mehr über die Woche schreiben würde. Babytechnisch waren die letzten Tage eine deutlich magerere Ausbeute als die Wochen zuvor. Am Wochenende ging es die obligatorischen Runden durch den Wald. Ausgerüstet mit meiner Kamera konnte ich so zwei angenehme Hobbys “Familie & Fotografie” wie schon des Öfteren verbinden und ein paar süße Schnappschüsse im Spätsommer anfertigen.

 

…::: Ich sagte IST SIE NICHT Süß!!! :::…#44_viola2

An der Zockerfront sieht es ähnlich Mau aus.

 

Die PS4 ist mittlerweile eingetrudelt und macht sich prächtig auf meinem TV Board. Das deutlich schlankere Design ist einfach weltklasse und ich ziehe meinen Hut vor Sony soviel Hardwarepower gekonnt in ein solch kleines Gehäuse zu stecken.

 

Der Preis für die Gehäusegröße ist allerdings hoch. Sobald ich das Hardwaremonster einschalte und 30 Minuten gezockt habe brüllt der Lüfter durch unser Wohnzimmer. Verglichen mit der Xbox One hat der Lautstärkepegel schon fast den Charme eines Flugzeugträgers am Tag der offenen Tür. Sobald dann das Laufwerk dazu kommt ist das Ganze allerdings nicht mehr spaßig und stört mich momentan sehr.

Zum Glück wird das Laufwerk momentan eher selten benutzt, da ich überwiegend Spiele aus dem PSN-Store zocke die auf der Festplatte liegen. Das soll sich in Zukunft zwar nicht ändern, aber wenn sich dann doch mal eine Disc dazugesellt, möchte ich nicht meine Freundin sein, die dann ohne Kopfhörer im Wohnzimmer sitzt und versucht in Ruhe zu lesen.

 

1:0 Für Microsoft.

 

Grafisch haben mich die angespielten Titel (Killzone, Infamous und erste Einblicke von Oddworld New’n Tasty) aber absolut überzeugt. Selbst ein Ryse auf der Xbox One wirkt nicht so “Next-Gen-würdig” wie die ersten 20 Minuten Killzone. Zwar ist das Gameplay totale Grütze, die Grafikhure in mir ist aber voll auf ihre Kosten gekommen.

 

…::: Killzone – optische ein Feuerwerk, spielerisch aber leider total stumpf :::…Killzone Wunderschöner aber stumpf

 

Bei Infamous ist das Gameplay kein totaler Absturz, aber spielerisch wollen noch keine Emotionen aufkommen. Vielleicht weil ich keinen der vorherigen Teile gespielt habe und mir der Bezug zum Infamous-Kosmos fehlt.

 

Während ich Killzone allerdings nur noch ein/zwei mal anschmeißen werde um den Anblick zu genießen, werde ich bei Infamous zumindest die Hauptstory beenden.

 

Vorausgesetzt, ich schaffe den Durchgang bevor der Oktober los geht und die erste Flut an wahren Next-Gen Games (Alien Isolation, Dragon Age 3, AC Unity, Far Cry 4 usw.) auf uns alle einschlägt. In dem Fall kann ich für nichts garantieren.

 

…::: Der Ingame-Fotomodus von Infamous macht einfach traumhafte Bilder :::…Fotomodus Infamous

 

 

Oddworld New’n Tasty lief in den letzten Tagen wohl deutlich am längsten (1,5 Stunden)

 

An das Original von 1997 habe ich durchgehend gute Erinnerungen. Nicht nur das zeitlose Gameplay ist der Grund für meine Liebe zu dem Titel. Damals habe ich mir an Oddworld (mit meinen 12/13 Jahren) zusammen mit meiner Zocker-Clique die Finger blutig gespielt. Wir haben den Titel verschlungen und immer und immer wieder von Neuem gestartet, bis wir irgendwann alle Geheimgänge gefunden und alle digitalen Sklavenfreunde befreit hatten.

 

Erstaunlicherweise kann ich mich heute kaum noch an die ganzen Geheimgänge erinnern. Dem Spielspaß tut das glücklicherweise keinen Abbruch.

 

…::: Get Freaky :::…

 

Alleine wegen dem Titel hat sich für mich der Umstieg auf die PS4 gelohnt. Die Sache mit dem lauten Lüfter werde ich aber noch mal genauer unter die Lupe nehmen… es gibt User im Netz die mir erzählen Ihre PS4 sei prinzipiell flüsterleise.

 

Hoffentlich verzieht sich mein Trübsal in der nächsten Woche wieder. Die jetzigen Wochenenden haben durch die Elternzeit deutlich an Wert gewonnen. Daher gibt es auch keinen Blog-Eintrag mehr an einem Montag… wie konnte ich mich damals nur Sonntag Nachmittag für 3 Stunden in mein Kämmerlein verziehen und über mein Familienleben schreiben während im Nachbarraum selbiges an mir vorbeizieht?

 

Gruß

Christian

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