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VGD GC S #1 – Oculus Rift

Von am Aug 14, 2014 in Blog

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Willkommen zum ersten VideoGameDad GamesCom Special. Kurz: VGD GC S

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Oh-Ha! 23:15 Uhr… ist lang geworden heute. Mein erster Tag auf der GamesCom als Fachbesucher ist vorbei und ich kann aktuell nur Positives berichten.

 

Direkt vorweg, es fühlt sich genau so an wie damals, als die Messe noch recht jung in Köln veranstaltet wurde. Die Hallen waren nicht bis auf den letzten Quadratmeter ausverkauft und voller Menschenmassen.

 

Die längste Zeit die ich heute anstehen musste waren 30 Minuten. SO! und nicht anders macht eine Messe erst richtig Spaß!

 

Gesehen habe ich eine Menge, aufgrund der aktuellen Uhrzeit und der Tatsache, dass ich morgen wieder früh raus muss, belasse ich es bei den besten Eindrücken. Rechtschreibfehler werden erst im laufe des morgigen Tages ausgebügelt.

 

Oculus Rift – Halle 9.1 Stand B041

 

Ganz oben auf meiner Liste stand das VR Headset “Oculus Rift”. Denn von allen aktuellen oder zukünftig erscheinenden Spielen kann man sich jetzt oder in naher Zukunft Gameplayvideos/Trailer im Netz ansehen. Bei einem Produkt wie Oculus ist es aber, egal wieviel Videomaterial oder Erfahrungsberichte man im Internet liest, unerlässlich, es selbst einmal erlebt zu haben.

 

Was soll ich sagen… für mich die wohl größte Innovation am Spielehorizont.

 

Getestet habe ich als erstes ein Jump’n Run mit einem kleinen Fuchs, dass in seinem Gameplay recht einfach gehalten war. Außer laufen und über Plattformen bzw. auf Gegner springen war nicht mehr zu tun. Obwohl das Spiel aus der dritten Person gespielt wurde, kam es mir zu keinem Zeitpunkt unnatürlich vor ein VR Headset zu tragen. Durch das in Oculust Rift DK2 eingebaute Headtracking, welches meine Kopfbewegungen direkt ins das Spiel überträgt, konnte ich den Kopf einfach in die Richtung bewegen in die ich gucken wollte und habe so zu erreichende Plattformen oder zu erledigende Gegener rechtzeitig erblicken können.

 

…::: So sieht das für Außenstehende aus. Für jedes Auge muss ein eigene Bild berechnet werden :::…VGD_01

 

Ein Third Person Jump’n Run ist für mich nicht die Art von Spiel die ich von einem VR Headset erwarte, also habe ich mich nach meiner ersten Session direkt wieder angestellt (es war noch relativ leer) und konnte keine 10 Minuten später den Weltraumshooter “EVE Valkyre” in einer Multiplayer Demo antesten.

Was ich da erlebt habe, hat mich weggeblasen!

 

Gespielt wird aus der Egoperspektive. Man startet in seinem eigenen Cockpit eines Starfighters, welcher von blinkenden Lämpchen verziert und mit einem Panorama Glasdach ausgestattet ist. Noch steht der Starfighter im Hangar eines großen Raumschiffs und eine angenehme Frauenstimme erklärt mir, dass Weltraumpiraten einen Angriff gestartet haben und wir die Gegner eliminieren sollen. Eine Startsequenz beginnt runterzuzählen und beim Erreichen der Zahl “Zero” wird der Starfighter mit einer irren Geschwindigkeit durch einen langen Korridor hinaus ins All geschossen. Dabei sorgt Oculus genau für den Effekt den ich mir gewünscht habe: Mein Gehirn signalisiert mir ein Gefühl von Geschwindigkeit und mein Magen beschwert sich kurz. Beim Verlassen der Abschussrampe und Erreichen des Alls macht der Starfighter einen kleinen, kaum spürbaren “Rutsch” nach unten und gleitet gemütlich in die Schwerelosigkeit. Selbst das fühlt sich verblüffend echt an und in mir macht sich ein warmes schönes Gefühl von Schwerelosigkeit breit. Einfach traumhaft.

 

Durch das große Sichtfeld (90° Blickwinkel) von Oculus hat man nie das Gefühl auf eine übergroße Kinoleinwand zu blicken, es fühlt sich eher wie mein natürliches Sichtfeld an. Natürlich stimmt das nicht ganz, denn der Blickwinkel des menschlichen Auge ist um einiges größer (146° unscharfes Sichfeld, 65° davon räumliches Sehen) als der von Oculus Rift, aber im VR Bereich ist der Blickwinkel von Rift zusammen mit den identischen 90° Sichtfeld von Projekt Morpheus (Sonys hauseigene VR Brille) Referenz.

 

Beim Bekämpfen der Weltraumpiraten war ich weniger erfolgreich. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt waghalsige Manöver mit meinem Starfighter zu fliegen und gleichzeitig unabhängig davon meinen Kopf zu bewegen. Das geht für mich erstaunlich gut, scheinbar leide ich also nicht an einer schlimmen Motion Sickness sodass mir bis zur Unspielbarkeit schlecht wird. Meine größte Sorge bzgl. VR Brillen hat sich somit nicht bewahrheitet. Es fühlte sich zu jeder Zeit an, als sei es das normalste der Welt mit meinen Händen über den Controller ein Raumschiff zu steuern und mit meinem Kopf in die entgegengesetzte Richtung aus dem Cockpit zu gucken. So kann man bspw. nach vorne fliegen und die Gegner mit dem Kopf verfolgen die sich über einem befinden. Das Gefühl, dass dabei entsteht ist unbeschreiblich!

 

Ein Kindheitstraum ging mit den 10 Minuten in Erfüllung und ich spüre, dass wir hier am Anfang einer ganz großen Revolution der Gamingindustrie stehen.

 

Wie geil ist es bitte, sich in naher Zukunft auf die Couch zu werfen, VR Brille und Kopfhörer auf den Kopf zu setzen und in seinem eignen privaten Holodeck verschwinden zu können. Der begriff “in digitale Welten eintauchen” wird dabei so wörtlich genommen wie noch nie seit bestehen der Gaming-Industrie.

 

Zwar gibt es noch einige Kinderkrankheiten die Oculus VR Inc. aus ihrem VR-Headset beheben müssen. Aber dabei handelt es sich um einen natürlichen Reifeprozess den auch unsere aktuellen Konsolen oder PCs in den letzten Jahren durchlaufen haben.

 

Das aktuell verbaute FullHD Display beispielsweise reicht trotz der scheinbar hohen Auflösung einfach nicht aus. Ich erkannte bei jedem Spiel deutliche Pixel, so als ob man sich sein Smartphone 2cm vor die Augen hält und mit einer Lupe auf das Display guckt. Auch gab es gerade bei schnellen Bewegungen deutliche Schlierenbildung durch die für VR langsame Reaktionszeit.

 

Die technischen Anforderungen wie wir sie aus dem Monitorbereich kennen, zählen in dem Segment einfach nicht sodass neue Displays mit deutlich höhere Reaktionszeit und Pixeldichte hergestellt werden müssen.

 

Wir werden sehen ob das finale Produkt, welches 2015 auf den Markt kommen soll, eine höhere Pixeldichte und eine bessere Reaktionszeit bieten kann.

 

So oder so… für mich eines der spannensten Projekte der letzten 15 Jahre und auf jeden Fall ein Grund beim Release auf einen dann aktuellen GamingPC zu wechseln. Denn für die Konsolen ist das hardwarehungrige Oculust Rift nicht zu nutzen.

…::: VideoGameDad kommt aus dem Staunen nicht mehr raus :::…VGD_02

Alien Isolation – Halle 9.01 B011

 

Eigentlich wollte ich das Spiel nicht probezocken, denn vorbestellt habe ich es bereits und durch den bald anstehen Release im Oktober wollte ich keine einzige Minute Wartezeit in kauf nehmen um es auf der Gamescom anspielen zu können. Wie der Zufall es wollte musste ich auch keine einzige Minute warten. Beim vorbeigehen an der geschlossen Box (alle Titel ab 18 werden in eigenen Bereichen gezeigt) war keine Schlange zu sehen und auf Nachfrage sagte mir ein Standmitarbeiter, dass aufgrund der frühen Uhrzeit genug Konsolen frei sind.

 

Ganze 30 Minuten konnte ich ohne Störung das Demolevel von Alien Isolation antesten… und die Zeit hatte ich auch bitter nötigt.

 

Bei Alien Isolation gibt es nur einen Gegner. Ein brutal schlaues und super gemeines Alien. Nur EINS! Und das will unseren Arsch zum Frühstück. Alles was wir bei uns haben ist ein Motion-Tracker der die Standpunkt des Aliens erahnen lässt und einen Flammenwerfer der das Alien für wenige Sekunden in einen Lüftungsschacht scheucht.. danach ist es aber erst richtig angepisst. Der Flammenwerfer hat so wenig Munition, dass es eher ein kleiner “Husten” ist den wir auf das Alien feuern können. Sparsam eingesetzt hat das Benzin für circa 5 kurze Salven gereicht.

 

Ziel ist es aber ohnehin die Konfrontation zu vermeiden und umbemerkt durch das Level zu schleichen. Was anfangs schwieriger ist als angenommen. Ich bin schon lange nicht mehr so oft bei einem Videospiel in den ersten Spielminuten gestorben wie bei Alien Isolation. Ich habe die Schnelligkeit und die Intelligenz des Aliens einfach unterschätzt.

 

Prinzipiell gilt, wenn du das Alien sehen kannst, kann es dich auch sehen. Wenn du ein Geräusch hörst, hört es das Alien auch und wenn du eine lauten Stromgenerator startest solltest du dich lieber sofort aus dem Staub machen.

 

Als riesiger Alien Fan bin ich vorallem von dem audiovisuellem Erscheinungsbild beeindruckt. Das Spiel sieht zu jedem Zeitpunkt fantastisch aus und erinnert bis in das kleinste Detail an die beiden grandiosen Filme “Alien” und “Aliens die Rückkehr”. Erinnert sich noch wer an die kultigen Lüftungsschächte aus “Alien”, die sich wie eine bedrohliche Iris öffnen und dabei ein metallisches Schleifgeräusch von sich geben? Genau die Teile gibt es auch in Isolation, und sie liesen mich bei jedem Benutzen sofort an die Filmszene erinnert, in der ein armes Besatzungsmitglied in dem Film “Alien” durch die Schächte krabeln musste um das Monster zu suchen, und plötzlich stand es hinter ihm. Einer der für mich damals gruseligsten Filmmomente EVER! Ich hatte damals als 12jähriger danach Angst in den Keller zu gehen.

 

Spielerisch ist natürlich zu hinterfragen ob diese Art der nervenzerreißenden Spannung über einen Spielzeitraum von mehreren Stunden gehalten werden kann. Die Entwickler sprechen davon, dass es immer wieder Spielabschnitte gibt in denen das Alien keine pirmäre Rolle spielt und man sich um Reparaturen am Schiff oder um amoklaufende Roboter kümmern muss. Es heißt, zwischendurch gibt es gezielt eingesetzt “Erholungspausen” um den Spieler ein Gefühl von Sicherheit zu geben, um ihn anschließend wieder durch den nächsten Abschnitt zu jagen. Letztere werden mit jedem mal fordernder und verlangen letzten Endes all eure Sinne um unbeschadet das Ziel zu erreichen.

 

Mein Most Wanted in diesem Jahr. Release für PS4 und Xbox ONE ist der 07. Oktober.

 

Puh… ich merke, ich habe mehr zu erzählen als mir lieb ist. Da nun 00:20 Uhr ist, mache ich hier schluss und verspreche für Morgen bzw. für Samstag/Sonntag einen ausführlichen Messebericht.

 

Hier ein paar weitere Games im Kurzdruchlauf:

 

Batman Arkham Knight

– Zu sehen gibt es nur 10 Minuten Gameplayvideo. Das macht zwar Lust auf mehr, zeigt aber auch ein paar kleine Schwächen im Gameplay. Wer sich das Spiel sowieso holt, braucht sich nicht Stunden anstellen um nur ein Video gezeigt zu bekommen.

 

…::: Messeluft schnuppern :::…VGD_04

 

The Devision

– Ebenalls nur eine Präsentation, dafür aber Live. Absolute Highlight. Ich hatte das Spiel nicht als potenziellen Titel für mich auf dem Schirm, bin aber restlos begeistert.

 

Wer hier einen Shooter erwartet, wird enttäuscht. Das Gameplay ist eher auf Taktik ausgelegt und die Rollenspiel-Elemente übersteigen die aktuellen 08/15 Shooter um ein weites.

 

40 Minuten warten ist ok, aber mehr würde ich nicht in Kauf nehmen.

 

Quantum Break

– zu sehen ist die Demo die auch in der Microsoft PK gezeigt wurde. Mit dem Unterschied dass es nach dem Angriff der Juggernaut noch weiter geht und man ein wenig die “Knobel-Passagen” zu Gesicht bekommt. Dabei handelt es sich um Schlauchlevel durch die im richtigen Timing an Hindernissen, die sich durch die Zeit bewegen, vorbeigesprungen werden muss.

 

Der Titel sieht grafisch absolut fantastisch aus… schon ein wenig zu fantastisch um wirklich nativ auf der Xbox One gespielt zu werden. Es ist zu keiner Zeit Kantenflimmern zu sehen und selbst die dünnsten Kabel ziehen sich geschmeidig wie Seide durch das Bild. Ich vermute statt auf einer Xbox One, wie zu beginn der Präsentation angekündigt, lief der Titel auf einem PC. Aber es wurde immerhin Live gespielt.

 

Mir gefällt die Story und das Studio Remedy (Schöpfer von Max Payne) haben bisher immer gut abgeliefert. Selbst das verhasste Alan Wake hat mich super unterhalten.

 

…::: Es ist gerade leer geworden, also schnell rein mit mir :::…VGD_03

 

Dead Island 2

 

Ebenfalls einer meiner Messehighlights. Das Spiel wird diesmal nicht von Techland entwickelt, sondern von dem deutschen Studio Yager Development. Und obwohl es großes Fußstapfen sind in die Yager getreten ist, haben sie die Messlatte bedeutend höher gelegt als die des Erstlings.

 

Spielte sich Teil 1 von Dead Island noch recht schwammig, ist jetzt alles knackig und bietet eine von Edel-Ego-Shootern gewohnt gutes Feedback.

 

Die Grafik ist, gespielt habe ich auf PS4, erstklassig und lässt erahnen, dass es die richtige wahl war sich in Dead Island 2 für das sonnige L.A. als Schauplatz zu entscheiden.

 

Sonne, Sommer, Zombietimegi

 

Übrigens: Auf das unten zu sehende Bild kann auf der offizellen Seite des Herstellers für mich gevotet werden. Es würde mich freuen wenn ihr euch den kurzen Moment nehmt und auf den Button „Daumen nach oben“ recht unter dem Bild klickt.

 

Mit einem klick auf diesen Text geht es direkt zu meinem Bild

 

…::: Ich sollte mich spontan in Pose schmeißen… und durfte dafür direkt nach Vorne durch :::…051272-rpqk

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